Besuch in Konya

Die MEVLANA-Universität

Die Teilnehmer/innen: Elif ( Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi ) und Sinem ( KLA-UNESCO Schule BGy)
Sadettin (KLA UNESCO Schule BGy) mit Melhi (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi) und Anne Schmeckies (Koordinatorin von RUMI - Poetry of the heart)
Jaqueline (KLA-UNESCO Schule 2 HH Oberstufe) und Elif (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi)
Mine (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi) und Lea (KLA-UNESCO Schule BGy)
Aykut (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi) und Luca (KLA-UNESCO Schule B/Gy)
Esma (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi ) und Christina ( KLA-UNESCO-Schule 2HH / Unterstufe)
Alexandra (KLA-UNESCO Schule BGy ) und Esma (Eram Zeki Özdemir Anadolu Lisesi) an der Mevlana Universität in Konya
Elif, Mine, Lea, Anne, Elif
The teachers : Özlem, Gülsah, Feyza, Anne and Vivian (Koordinatorin für

Zehn Schüler(nnen) aus verschiedenen Bildungsgängen der KLA haben vom 21. - 28. September 2014 die zentralanatolische Stadt Konya besucht. Auch die NORDSEE-ZEITUNG berichtete, klick dazu HIER.

In einer Partnerschaft mit der Eram Zeki Özdemir  Anadolu Lisesi waren die Schüler(nnen) des Gymnasiums in Konya zunächst im Juli 2014 zum Austausch in Bremerhaven. Für ihren Gegenbesuch in Konya haben sich die 10 KLA-Schüler(innen) u. a. den Besuch der MEVLANA Universität gewünscht. An der privaten Universität studieren 5.000 Student(innen). Davon sind 17 % Frauen. Auch aus Deutschland stammende Studierwillige mit türkischen Wurzeln haben das Recht an der MEVLANA University ihr Studium aufzunehmen. Mindestvoraussetzung ist für sie ein Notendurchschnitt von 3,0. Eine weltoffene Atmosphäre, beste Ausstattung sowie ein internationaler Lehrkörper erwartet Interessierte aus aller Welt.


Infos zur Mevlana University unter :

www.mevlana.edu.tr

youtu.be/E7nXkOsolw4

 
 
 

 

In  beiden Orten (Bremerhaven und Konya) waren die Gruppen sowohl mit Moscheen als auch mit christlichen Kirchen vernetzt, um nach Gemeinsamkeiten im Islam und im Christentum zu suchen. Fazit der Schüler(innen): Es gibt so viele Übereinstimmungen, dass letzlich eine gemeinsame Religion auf dem Planeten denkbar wäre. Die UNESCO hatte das Jahr  2007 zum "Mevlana-Jahr“ erklärt.  Damit wurde des islamischen Philosophen Mevlana Celaleddin-i Belhi-Rumi gedacht, der 2007 seinen 800. Geburtstag gefeiert hätte. Der mystische Dichter und Gründer des Mevlevi-Derwischordens in Konya hat die orientalische Literatur entscheidend geprägt. Das Mevlana-Jahr diente auch einem der wichtigsten Anliegen der Vereinten Nationen: Dem friedlichen Dialog der Kulturen.

Mevlana (1207-1273), genannt "Rumi“, ist einer der einflussreichsten Vertreter des Sufismus, d e r  spirituellen Richtung des Islam. Das Ziel eines Sufis, auch Derwisch genannt, ist es, Gott so nahe wie möglich zu kommen. Gott wird als "Geliebter“ bezeichnet, der sich in jeder seiner Schöpfungen manifestiert. Durch  Meditation, asketische Übungen und rituellen Tanz versucht ein Sufi, sein Ego aufzugeben und den Status einer reinen Seele zu erreichen.

Rumi kam am 30. September 1207 im persischen Balkh, heute im Norden Afghanistans, zur Welt. Als sein Vater vom Sultan zur Universität von Konya in Anatolien berufen wurde, ging Rumi mit ihm. Er übernahm bereits Anfang 20,
ca. im Jahre 1231, den Lehrstuhl für Islamwissenschaften. Seine Schriften, vor allem seine Liebeslyrik, werden heute in der ganzen Welt gelesen.  Zu den Hauptwerken gehört das 25.700 Verszeilen umfassende Gedicht "Mathnawi“, das einige der bekanntesten und schönsten mystischen Verse enthält. Es wird sogar der "Persische Koran“ genannt.

Liebe ist laut Rumi die Hauptkraft im Universum. Die Liebe zu Gott steht für ihn an oberster Stelle seiner Betrachtungen. Mit Versen, Musik und Tanz drückte er diese Liebe aus. Dazu gründete Rumi in Konya den Mevlevi-Derwischorden der bis heute existiert und ein großer Anziehungspunkt für Millionen BesucherInnen ist ."Come, come , whoever you are. Wonderer, worshipper, lover of leaving. It doesn't matter. Ours is not a caravan of despair.Come, even if you have broken your vow a thousand times . Come, yet again, come, come. " Dschalal ad-Din Muhammad RUMI ( مولانا جلال الدین محمد رومی‎ )