Prüfungsangelegenheiten

Nach § 42 BBiG muss der Auszubildende während der Ausbildungszeit zum Industriekaufmann/zur Industriekauffrau eine Zwischenprüfung ablegen, damit sein Ausbildungsstand ermittelt werden kann. Er soll eine Rückmeldung darüber bekommen, über welche Kenntnisse und Fertigkeiten er bereits verfügt und wo er noch Lücken hat. Die Zwischenprüfung bietet ihm vielleicht auch Anlass, gegebenenfalls noch einmal darüber nachzudenken, ob er den richtigen Beruf gewählt hat. Auch Ausbildungsbetrieb und Berufsschule können dadurch Anhaltspunkte über das von den Auszubildenden erreichte Ausbildungsniveau bekommen.

Mit der Abschlussprüfung soll laut § 35 BBiG festgestellt werden, ob der Prüfungsteilnehmer die erforderlichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse besitzt und mit dem in der Berufsschule vermittelten, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Detaillierte Informationen enthält die Ausbildungsordnung.

Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung ist das Ausbildungsverhältnis beendet. Fortan darf der erfolgreiche Prüfungsteilnehmer die Berufsbezeichnung Industriekaufmann/Industrie- kauffrau führen, deshalb spricht man auch von einer Berufseingangsprüfung.

Die Abschlussprüfung erfolgt schriftlich in den drei Prüfungsbereichen Geschäftsprozesse, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Prüfungsbereich Einsatzgebiet besteht aus Fachaufgabe, Präsentation und Fachgespräch. Die Prüfung erstreckt sich auf die im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Die im Ausbildungsrahmenlehrpan festgelegten Prüfungsinhalte gelten bundeseinheitlich.