Ausbildungsprofil

Mit der Verordnung über die Berufsausbildung zum Industriekaufmann/zur Industriekauffrau vom 23. Juli 2002 ist ein bewährter und beliebter Ausbildungsberuf grundlegend neu geordnet worden. Angesichts einer immer stärker dienstleistungsbezogenen Wirtschaft berücksichtigt das neue Berufsbild, dass Unternehmen nicht nur Produkte herstellen, sondern auch eigenständige Dienstleistungen und Service anbieten. Entsprechend orientieren sich die Ausbildungsinhalte nicht mehr an den Funktionen eines Industriebetriebes wie Beschaffung, Absatz, Personal, Finanzdienstleistung, sondern vor allem an seinen Geschäftsprozessen. So wurden auch die bisherigen drei Lernbereiche Industriebetriebslehre, Rechnungswesen und allgemeine Wirtschaftslehre im Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz durch 12 Lernfelder mit prozessbezogener Struktur ersetzt. 

Zu den neuen Ausbildungsinhalten gehören der Umgang mit Kunden, Lern-, Arbeits- und Moderationstechniken, Fremdsprache, Qualitätssicherung und betriebliche Infrastruktur. Neben einer Aktualisierung von Fachqualifikationen, die vor allem den traditionellen Fertigkeiten und Kenntnissen der Industriekaufleute entsprechen, wurden auch arbeitsfeldübergreifende Qualifikationen festgelegt, die im Zusammenhang mit den Fachqualifikationen geprüft weren sollen. Dazu gehören unter anderem Kommunikationsfähigkeit, der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen, Teamfähigkeit oder die Anwendung von Fremdsprachen bei Fachaufgaben im Prüfungsbereich Einsatzgebiet (Fachaufgabe, Präsentation und Fachgespräch).